Grundsätzliches zur Staubbekämpfung

Viele Betriebe, insbesondere in der Abfallversorgung sind mit dem Problem der Staubentwicklung bei jeder Art der Manipulation des Abfalls konfrontiert. Abladen, Umladen, Förderbandübergaben, Schredder, Mischer, Befahren mit Autos, Radlader, Aussortieren, Einwerfen. Die klassische Staubbekämpfung erfolgt durch Absaugung und Filterung der Luft. Dies wiederum zeigt bei genauerer Betrachtung eine Vielzahl von Nachteilen:

  • Hohe Energiekosten
  • Hohe Wartungskosten (Reinigung, Filterwechsel)
  • Symptombeseitigung (nur umherfliegender Staub wird abgesaugt)
  • Mitarbeiter sind trotzdem dem Staub ausgesetzt
  • Große Lärmbelästigung
  • Probleme mit Anrainern (Staub, Lärm)

Staubbekämpfung mit Wassertropfen

Eine grundsätzliche Lösung stellt die Staubbekämpfung mit Wasser dar, da Staub sich grundsätzlich gerne an Wasseroberflächen bindet. Natürlich ist zu bemerken, dass das willkürliche Einbringen von großen Wassermengen erstens nicht erwünscht und überdies nicht zweckdienlich ist.

So vergrößert ein herkömmlicher Wassersprenger die Oberfläche eines Liter Wassers von 4,8 dm² auf 200 dm² (ca. 70.000 Tropfen mit 3mm Durchmesser), also um einen Faktor 40. Diese Tropfen fliegen nach dem Sprenger entlang einer Parabel durch die Luft, sammeln auf ihrem Weg den Staub ein und bilden dann am Boden Pfützen.

Staubbekämpfung mit Wassernebel

Im Gegensatz dazu wird durch Nebeldüsen feinster Wassernebel mit Tröpfchengrößen im Bereich von 10µm erzeugt. Die Tropfenanzahl steigt somit auf ca. 2 Milliarden und die resultierende Fläche auf 6000 dm² (entspricht einer Oberflächenvergrößerung um einen Faktor 1250). Zusätzlich haben diese feinsten Tröpfchen die Eigenschaft, in der Luft zu schweben und nur langsam zu Boden zu sinken. Der in der Luft befindliche Staub wird in dieser Zeit (einige Minuten) nahezu vollständig gebunden und sinkt gemeinsam mit dem Nebel zu Boden, der in diesem Fall lediglich benetzt wird. Dies hindert den am Boden befindlichen Staub sich bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit aufzusteigen, wodurch eine äußerst nachhaltige Staubbekämpfung erreicht werden kann.

Gleichzeitig erhält man - besonders im Sommer - ein unvergleichlich besseres Raumklima mit einem unverwechselbarem Gefühl der frischen Luft.

Zur Erzeugung des Wassernebels wird Wasser mit einem Druck zwischen 30 und 100 Bar benötigt. Wir bieten zu diesem Zweck sehr energieeffiziente frequenzgeregelte Hochdruckpumpen in verschiedenen Leistungsklassen an.

Die einfachste Nebelverteilung erfolgt mit fix montierten Nebellanzen, die aus Stahlrohren mit Nebeldüsen bestehen. Diese werden dann in unmittelbarer Nähe der Staubquelle montiert. Näheres finden Sie bei den Statischen Anlagen.

Im Fall einer großen Halle ist dieses einfache Verfahren nicht zielführend: So wären z.B. im Fall einer 3000m² großen Halle bis zu 1000 Nebeldüsen notwendig. Der damit verbundene Aufwand (Beschaffung, Montage, Filterwechsel,....) macht dieses System unrentabel. Außerdem wird nur in seltenen Fällen eine vollflächige Berieselung erwünscht, sondern ein konzentrierter Nebelangriff z.B beim Abkippen eines LKWs. Spätestens hier scheitert das statische System.

Wir haben für diesen Anwendungsfall die Nebeldüsen mit einem Ventilator kombiniert und so einen Entstaubungsventilator entwickelt, der diese Probleme grundsätzlich löst.


Bei der Anlagensteuerung können wir uns ganz nach Ihren Wünschen richten. Folgende Varianten wurden bereits realisiert:

  • Manuelle Steuerung über Bedienpult oder Funkfernsteuerung

  • Anbindung an Maschinensteuerung (Schredder, Förderband)

  • Sensorunterstützung (Ultraschallschranke detektiert Radladerschaufel oder LKW-Position)

  • Automatische Zeitsteuerung

Natürlich besteht bei einem wasserführenden System immer das Frostproblem. Je nach Kundenwunsch werden unsere Anlagen wie folgt ausgeführt:

  • Ohne Frostschutz für klimatisiertes Umfeld

  • Frostschutz durch automatisches Ausblasen und Abschaltung aller wasserführenden Teile während der Frostgefahr

  • Winterbetrieb: voller Betrieb auch in der kalten Jahreszeit durch Begleitheizung und Isolierung